Donnerstag, 30. Juni 2016

Gute-Laune-Sommer-Farben



 Wenn das Wetter schon nicht so sommerlich ist, 
erfreue ich mich mich wenigstens an diesen schönen bunten Stoffen. 
Beim Ansehen wird mir ganz sommerlich 
und ich bekomme sofort gute Laune.


Endlich hatte ich mal wieder 
ein ganzes Wochenende Zeit zum Färben.
Die Stoffe habe ich letztes Wochenende 
alle selbst mit Procion gefärbt.

Auch ein paar Experimente waren dabei.
Hier habe ich den Stoff mit Klebeband abgeklebt, 
bevor ich ihn mit dem Pinsel eingefärbt habe. 

Links das Klebeband, rechts der fertige Stoff.

Bei diesem Stück habe ich Blätter aufgelegt 
und mit einem Stupfpinsel rundherum gestupft.


Eigentlich wollte ich mit der Gelli plate
 (habe ich neu, erster Versuch) 
Muster auf den Stoff drucken.
Im www. gibt so viele tolle Anregungen.
 Die meisten sind aber mit Acryl auf Papier.
 Ich wollte gern mit Procionfarben drucken, 
weil der Stoff dann schön weich bleibt. 


Meine Ergebnisse waren allerdings mehr als kläglich. 
Die Farbe ließ sich trotz Verdicker nicht auf der Platte verteilen 
und zog sich immer wieder zusammen. 

Das Ergebnis befriedigte mich nicht, 
darum habe ich den Stoff noch mal mit Blättern belegt 
und mit blau überfärbt. 


Jetzt ist doch noch ein interessantes Stück Stoff daraus geworden.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit 
dem Bedrucken von Stoff mit der Gelli plate?
Wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt, 
würde ich mich sehr freuen.

Seid kreativ,
Birgit


Samstag, 18. Juni 2016

Mein Mysteryquilt aus Rosenstoffen

Passend zur Rosenblüte in meinem Garten ist jetzt 
auch mein Rosenquilt endlich fertig geworden.
 
 
Die Anleitung ist ein Mystery 
aus der Zeitschrift Patchwork Professional.
Eigentlich mag ich ja keine Mysterys.
 Ich arbeite lieber in meiner eigenen Geschwindigkeit 
und wenn ein Projekt so lange liegt,
 fällt es mir immer schwer wieder einen Anfang zu finden 
und weiter zu nähen. 
So auch diesmal. 
 
 
Die ersten Blöcke waren im Herbst 2014 in der Zeitschrift. 
Ich habe angefangen, weil mir die Blöcke so gut gefielen. 
Alle 3 Monate gab es jeweils 6 Blöcke 
zu den Themen Quadrat, Streifen, Dreieck und Kreis.
Das Nähen der Blöcke aus über Jahre 
gesammelten Rosenstoffen hat viel Spaß gemacht.
 
 
Ganz gespannt habe ich auf das Herbst-Heft 2015 gewartet, 
wo endlich der ganze Quilt gezeigt wurde. 
Dann die große Enttäuschung. 
Es gab mehrere Vorschläge, die ich alle furchtbar fand.
Also ab in die Ecke mit dem Heft!


Jetzt habe ich die Blöcke doch endlich 
zu einem großen Quilt verarbeitet 
und bin stolz und froh ihn fertig zu haben.
 

Ich habe die Blöcke in 4 Reihen angeordnet, 
die großen in der Mitte und die kleinen außen 
mit viel Platz zum Quilten dazwischen.
Als Rückseite habe ich eine Vliesdecke verwendet.
Beim Quilten habe ich die geometrischen Muster der Blöcke aufgegriffen.
 
 
 

 
Ich hoffe ich habe euch nicht erschlagen mit so vielen Fotos,
 aber er ist einfach so schön geworden!

Zum Schluß noch ein paar Bilder vom Binding 
und meine Philosophie dazu:

 
An der Frage des Bindings scheiden sich ja bekanntlich die Geister. 
Oft lese ich im www, dass nur ein handgenähtes Binding 
für einen Quilt in Frage kommt und man sich die zusätzliche Zeit 
doch bitte auch noch nehmen solle.
 
Wenn der ganze Quilt maschinengenäht ist, 
warum soll das Binding dann plötzlich von Hand angenäht werden? 
Bei einem handgenähten Quilt sieht es natürlich anders aus, 
da würde ich das Binding dann auch von Hand annähen. 
 In beiden Fällen gilt: ordentlich muß es sein.
 
 
 
Bei Gebrauchsquilts nähe ich das Binding 
immer mit der Maschine an, 
zuerst auf der Rückseite und dann steppe ich es von vorn fest. 
 

Und seht selbst: 
ich finde, besser kann ein Binding nicht aussehen.

Schönes Wochenende.
Birgit

Montag, 13. Juni 2016

Lieblingsblock und Flying Geese

Die Patchworktage sind vorbei, 
jetzt darf ich meinen "Lieblingsblock" zeigen:


Ich habe ihn "Gartenglück" genannt.


Der vorgegebene Stoff inspirierte mich 
zu dieser kleinen Gartenidylle, 
die ich mit offenen Kanten mit der Maschine appliziert 
und mit dem Zaun eingerahmt habe.

Bei meinem Beitrag für die Ausschreibung"Flying Geese" 
handelt es sich um eine genähte Anleitung
für diese Technik.


Leider habe ich nur dieses Foto aus der Ausstellung, 
weil ich vorm Abschicken das Fotografieren vergessen habe. 
Ich wünsche Euch eine schöne Woche.
Birgit


Donnerstag, 9. Juni 2016

Freud-und-Leid-Tasche

 
Schon lange wollte ich mir eine kleine schwarze Handtasche nähen.
Jetzt habe ich meine Idee endlich verwirklicht.
Es sollte eine Tasche werden, die ich
bei schönen Anlässen, wie ins Theater,
aber auch bei traurigen Gelegenheiten benutzen kann.
Deshalb nenne ich sie meine Freud-und Leid-Tasche.


Auf dem Foto sieht man die Vorderseite im aufgeklappten Zustand.
Die Tasche besteht aus 7 Streifen verschiedener schwarzer Stoffe,
die ich auf Thermolam genäht habe.
Die Nähte habe ich mit Bändern
bzw. Zierstichen meiner Nähmaschine verziert.
 Geschlossen wird sie mit einem dicken alten Knopf
und einer Schlaufe aus Satinband.

So sieht die Rückseite aus:


An der oberen Kante habe ich eine Mini-Bommelborte mitgefasst.
Das gibt einen schöneren Abschluß,
da sich die innere Kante oft ein bißchen rausschiebt,
wenn die Tasche zugeklappt ist.



 Auf der Taschenklappe habe ich das Rosenmuster
des Stoffes gequiltet, damit es plastischer wird.

Und hier noch ein Blick ins Innere:


Ich habe extra ein helles Futter ausgewählt,
damit es nicht so dunkel in der Tasche ist,
und man auch in der Tiefe alles leicht wiederfindet.
Damit das helle Futter nicht hervorblitzt,
 habe ich oben einen schwarzen Rand angesetzt.

So bin ich jetzt endlich Besitzerin einer schwarzen Handtasche
 und hoffe, dass es sich damit so verhält, wie mit dem Regenschirm:
wenn man ihn hat, braucht man ihn nicht.

Aber sie gar nicht zu benutzen wäre auch schade.
Also wünsche ich mir nur freudige Anlässe.
Schönes Wochenende!
Vielleicht sehen wir uns in Celle.
Birgit


Sonntag, 5. Juni 2016

Single-Stranddecke in Quilt-as-you-go-Technik

Endlich Sommer!


Da habe ich mir diese Strandmatte 
in Quilt as-you-go-Technik genäht.
Diese Technik wollte ich schon seit langem ausprobieren.
Als Stoff habe ich mal wieder alte Oberhemden verwendet.

Zuerst jede Menge Streifen zugeschnitten (10 cm breit) und 
auch gleich einen ganzen Stapel Vliesstreifen.


Für die eine Seite habe ich die langen Streifen 
von den Hemdenrücken verwendet, 

für die andere Seite die kürzeren Stücke zu Streifen zusammengenäht.

Dann wird das erste Sandwich gelegt.
Ein Streifen Rückseitenstoff und ein Streifen Oberstoff 
links auf links 
mit einem Streifen Vlies dazwischen.
Die langen Seiten schmalkantig steppen.


 Für den 2. Streifen werden die beiden Streifen
rechts auf rechts auf bzw. unter 
das erste Sandwich gelegt und angenäht. 

Dann den 2. Streifen aufklappen, 
den 2. Vliesstreifen einlegen 
und die Vorderkante knappkantig schließen.
Alle weiteren Streifen genauso annähen.
Soweit ganz einfach, dachte ich.

Auf diese Weise ist der Vliesstreifen 
aber nur an einer Seite in der Naht erfasst. 
Als ich einige Streifen angenäht hatte,
hatte ich das Gefühl, 
dass das Vlies von der Nahtzugabe 
verdrängt wird oder wegrutscht.
Deshalb habe ich jeden Streifen 
noch einmal zusätzlich abgesteppt.

Meine Liegematte hat eine Größe von 70 x 170 cm.
Eingefasst habe ich sie mit einem schlichten dunkelblauen Binding, 
dass mir zu den vielen Karostoffen gut gefällt. 
Und mein Label darf natürlich auch nicht fehlen.


 Auf einer PW-Decke liegt es sich soooooo viel besser 
als auf einem Handtuch, 
aber die Decke ist mir immer zu groß, 
wenn ich allein zum Strand gehe. 

Meine neue Single-Decke hat die perfekte Größe 
und dank der angenähten Gummischlaufe 
macht sie sich im Rucksack ganz klein.


Aber bis zum Urlaub sind es noch 4 Wochen,
 deshalb darf sie erstmal mit auf die Liegewiese vom Schwimmbad.


Bis bald, 
Birgit